KARENER MAULACHBRÄU

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Geschichte der
Karener MALAUCHBRÄU

Mein Interesse für das Bierbrauen begann zuerst einmal mit dem Bier, besser gesagt mit dem Trinken des Selbigen. Hinzukam, dass mich als begeisterten Hobbykoch die Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln sehr faszinierte und immer noch interessiert. Einige Brauereibesichtigungen machten mich neugierig, mehr über das Brauen zu erfahren (obwohl so mancher Braumeister immer versuchte, die Bierherstellung ins Mystische zu verklären). In den späten 1980ern kaufte ich ein Buch der Hobbythekreihe, in dem Brauen in der eigenen Küche vorgestellt wurde (Jean Pütz stellte Anfang der 1980er Jahren im Rahmen seiner Hobbythek-Sendungen das Brauen für Heimbrauer vor).
In den ersten Jahren konnte ich mangels geeigneter Räumlichkeiten keinen eigenen Brauversuch starten. Der Name zu meiner "Brauerei" stand jedoch gleich fest. Grundlage hierfür bildeten ein beliebter Schreibfehler meines Nachnamens (Karen) und der Bach (Maulach), der durch mein Heimatdorf fließt.

Mitte der 1990er bot sich nach einem Umzug die Möglichkeit, erstmals einen Brauversuch zu wagen. Im Oktober 1995 setzte ich meinen ersten Sud in meiner Küche an. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jedoch noch keine Ahnung, wie lange so ein Brautag dauern würde. Von daher fing ich um 20 Uhr mit dem Brauen an. Um ca. 5 Uhr morgens fiel ich dann total erschöpft ins Bett (dummerweise musste ich an diesem Tag wegen eines Termins wieder um 6.30 Uhr aufstehen). Gebraut wurde damals mit einfachsten Geräten, die der Haushalt so hergab (so z.B. ein Einmachtopf als Sudpfanne und ein Entsafter als Läuterbottich). Herauskamen ca. 10 l Bockbier.

Im Laufe der Jahre stellte ich auf diese Weise diverse Biere in meiner "Küchenbrauerei" her. Mit zunehmender Anzahl der gebrauten Biere und wachsender Erfahrung wuchs der Wunsch nach einem größeren "Sudhaus". Im Frühjahr 2000 kaufte ich mir einen 50l-Edelstahltopf. Dieser diente mir, zusammen mit einem Gashockerkocher, den ich mir ausleihen konnte, zeitweise als Maisch- und Sudpfanne. Das Thema Läutern und Filtern blieb jedoch ein Provisorium, wie auch zuvor.

Ich überlegte mir weiterhin, wie ich meine Brauausstattung verbessern und vergrößern könnte. Zum Selberbauen, wie bei anderen Hobbybrauern, fehlte mir das nötige Know-how, bzw. es fehlten die entsprechenden Bekannten. Im Oktober 2001 besuchte ich erstmalig die Haus- und Hobbybrauertage des VHD in Peine. Dort stellte unter anderem Ewald Metzler aus Dorsten-Wulfen, Eigentümer der Metzler Brauanlagen, seine Hobbybrauanlagen vor. Mein Interesse war sofort geweckt. Die ausgestellten Anlagen waren natürlich nicht ganz billig. Daher konnte ich mich nicht sofort entschließen, so viel Geld in meine "Hardware" zu investieren. Nach mehreren Monaten des Recherchierens, eisernen Sparens und einem persönlichen Besuch in Dorsten-Wulfen entschloss ich mich trotzdem im Sommer 2002 eine 70l-Brauanlage zu kaufen. Zusätzlich konnte ich mir anderweitig einige andere Gerätschaften und Zubehörteile besorgen.